Turkish Thanks-Being-Porridge – Aşure haftamızTürkischer Dankes-Pudding – “Süßes Allerlei” – Aşure haftamız

Every year on 10. Muharrem of the Islamic calender is “Aşure” day. It is always after the big festivals shortly after the beginning of the new year of the Islamic calender (Muharrem is the first month of the Islamic calendar). Like Indians with Diwalli we celebrate the whole week with our families, friends and neighbours. We say “Thank you” for being alive and together. We sit together with friends and neighbours and enjoy a special porridge, because the best way to say thanks is through sweets.

Asure-glutensiz

Our grandfather used to tell us a children-story every year this time about Noah in his ark with his family and all the animals and how he was waiting for a divine sign. How the food they had was running out and how they scraped together every grain, pulses and fruits from the sacks, put them into a pot and cooked a meal, a porridge. Our grandfather said that in remembrance of this we cook “Aşure” every year and say thanks for their efforts and for being alive and being with our families, friends and neighbours. We would sit around him and listen to his words and ask about the ark and Noah and the animals and wait for grandmothers porridge. It is of course not the real story behind this day, but we liked to listen to his tales. It was always a very special week. We enjoyed this sweet porridge with our neighbours and friends.

Jedes Jahr am 10. Muharrem des islamischen Kalenders ist Aşure Tag. Es findet nach den großen Festen zum Beginn des neuen islamischen Kalenderjahres statt (Muharrem ist der erste Monat im islamischen Kalender). Wie die Inder zu Diwalli feiern wir eine Woche ein Dankesfest mit unseren Familien, Freunden und Nachbarn. Am schönsten ist ein Dankeschön mit etwas Süßem.

Asure-glutensiz

Unser Großvater hat uns als Kinder jedes Jahr ein schönes Kindermärchen zum “Aşure” Tag erzählt. Er erzählte von Noah, seiner Familie, der Arche und den Tieren. Großvater erzählte, dass Noah auf ein göttliches Zeichen wartete und dass es lange dauerte und dass jeden Tag die Vorräte weniger wurden. Eines Tages hätten sie die letzten Körner in den Säcken ausgeschüttelt, diese zusammen gekratzt und zu einem Brei gekocht – “Aşure”. Großvater erzählte, dass wir jedes Jahr “Aşure” kochen, weil wir uns für das Leben bedanken wollen, dass wir mit unseren Familien, Freunden und Nachbarn teilen und genießen dürfen. Während Großvater uns mit seinen Geschichten beschäftigte, kochte Großmutter “Aşure”. Wir waren natürlich sehr neugierig und fragten Großvater aus über Noah, seine Familie, die Tiere und was sie alles hatten oder nicht hatten und Großvater antwortete geduldig und bildhaft. Natürlich ist dies nur ein Kindermärchen und nicht der wahre Grund hinter diesem Tag, aber wir liebten die Geschichten von Großvater.

In Germany my mother cooked the porridge but the rest was similar. We would pack portions and bring it to our neighbours from all over the world explaining our special thanks-being-porridge.

We only take care, that we have at least ten different ingredients for this porridge. You can use all your favourite grains, pulses, nuts and dried fruits for this porridge. My mother loved to use white beans, chickpeas, rice and barley as a base and dried fruits, different nuts and sugar for the taste. We would sit together and enjoy a bowl full with delicious “Aşure” topped with ground cinnamon. We love these enriched pudding. So creamy, sweet and crunchy with all the nuts and almonds.

We love this pudding thick like porridge, if you prefer it more creamy add more milk and enjoy it! Have fun!

Today I decided to make a gluten free version and used quinoa, amaranth, millet and rice and cooked the grains with cinnamon, cloves, star anise and green cardamom. I had freshly imported dried apricots from my native town, some dried vine berries, cranberries, nuts, almonds and pistachios. I brought some pomegranates from Antalya, so we can use them to garnish our porridge this year. The pomegranate seeds are delicious and fresh and look gorgeous on top. You can enjoy “Aşure” warm or cold. Add ground cinnamon to taste. Have fun! Enjoy it! Afiyet olsun!

Ingredients
100 g quinoa
100 g amaranth
100 g millet
150 g rice for pudding
1 knife point of salt
1 star anise
1 cinnamon stick
5 cloves
5 green cardamom pods, slashed
nearly 2 l milk
150-200g sugar
50 g cranberries
50 g vine berries or raisins
100 g dried apricots, chopped
100 g almonds, chopped
100 g hazelnuts, chopped
40 g pistacious, chopped
1 pomegranate, use only the seeds
ground cinnamon to taste (optional)

  1. Put quinoa, amaranth, millet, rice and salt into a pot, poor in about 1 liter water and bring to a boil. Add the spices (best in a spice bag or tea bag for easy location later). Please skim off the foam, that forms during cooking. Cook the grains until the water is absorbed.
  2. Now pour in milk and the dried fruits and half of the nuts and almonds and bring to a boil. Stir in sugar to taste and cook for another 10-15 minutes over low heat stirring occasionally. Please take care that nothing sticks to the pot base.
  3. Remove spices and portion the porridge into small balls. Garnish with the remaining nuts, almonds and pistachios and pomegranate. Serve warm or cold. Enjoy it! Afiyet olsun!

In Deutschland kochte unsere Mutter jedes Jahr “Aşure” und wir Kinder verteilten Portionen an alle unsere Nachbarn, die aus den verschiedenen Teilen der Erde kamen und erzählten unsere Geschichte und aßen mit ihnen unseren Dankes-Pudding.

Wir achten nur darauf, dass wir mindestens zehn verschiedene Zutaten für diesen Pudding verwenden. Sie können alle ihre Lieblingskörner, Hülsenfrüchte und getrocknete Früchte nehmen und es mal ausprobieren. Meine Mutter liebte Bohnen, Kichererbsen, Nacktgerste oder geschälten Weizen und Reis für diese Speise. Wir schnitten die getrockneten Früchte und Nüsse und Mandeln zurecht. Zum Schluss saßen wir alle versammelt um den Tisch und genossen unseren süßen Brei mit Zimt bestreut. Einfach himmlisch cremig, aromatisch, süß und nussig.

Wir lieben diesen Pudding recht dickflüssig, aber wenn Sie ihn flüssiger wollen, geben Sie etwas mehr Milch hinzu. Nach einer Zeit wird der Pudding automatisch fester, auch dann ist etwas Milch ganz hilfreich, um den Pudding wieder etwas cremiger zu bekommen. Einfach ausprobieren und genießen!

Heute habe ich mich für die glutenfreie Version entschieden und habe Quinoa, Amaranth, Hirse und Reis genommen, die ich mit Zimtstange, Nelken, Sternanis und grünen Kardamom Kapseln vorgegart habe. Dazu habe ich frisch importierte getrocknete Aprikosen von meiner großen Schwester aus der Heimat genommen, ein paar Cranberries waren auch noch da, schließlich noch ein paar Weinbeern, Nüsse, Mandeln und Pistazien. Ein paar Granatäpfel aus Antalya waren auch noch im Koffer. Die Granatapfelkerne machen sich sehr gut und geben dem Ganzen eine frisch-fruchtige Note. Diesen Brei können sie natürlich sowohl warm als auch kalt genießen. Gemahlener Zimt zum Garnieren macht sich ebenfalls gut. Viel Spaß! Guten Appetit! Afiyet olsun!

Zutaten
100 g Quinoa
100 g Amaranth
100 g Hirse
150 g Milchreis
1 Messerspitze Salz
1 Sternanis
1 Zimtstange
5 Nelken
5 grüne Kardamomkapseln, aufgeschlitzt
etwa 2 l Milch
150-200g Zucker
50 g Cranberries
50 g Weinbeeren oder Rosinen
100 g getrocknete Aprikosen, gewürfelt
100 g Mandeln, grob gehackt
100 g Haselnüsse, grob gehackt
40 g Pistazien, grob gehackt
1 Granatapfel, nur die Kerne verwenden
gemahlenen Zimt zum Bestreuen (optional)

  1. Qinoa, Amaranth, Hirse, Milchreis und Salz in ein Topf geben und mit gut 1 l Wasser auffüllen und aufkochen. Die Gewürze hinzufügen (am Besten in einem Gewürzbeutel oder Teebeutel zum besseren Auffinden später). Den Schaum, der sich beim Kochen bildet, abschöpfen. Die Körner solange kochen bis die Flüssigkeit aufgesogen ist.
  2. Nun die Milch einrühren, die getrockneten Früchte, die Hälfte der Nüsse und Mandeln dazu geben und zum Kochen bringen. Mit dem Zucker abschmecken und unter gelegentlichem Rühren noch 10-15 Minuten bei geringer Hitze kochen. Aufpassen, dass nichts am Topfboden kleben bleibt oder anbrennt.
  3. Die Gewürze entfernen. Den Pudding in die Schalen füllen und mit den restlichen Nüssen, Mandeln, Pistazien und Granatapfelkernen garnieren. Eventuell noch Zimtpulver darüber streuen. Lauwarm oder kalt genießen. Guten Appetit! Afiyet olsun!

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