“Seelenwärmer”“Seelenwärmer auf Reisen”

This week I have a special guest: a cookbook called “Seelenwärmer”. What a fabulous idea of  Melanie from “touche-a-tout” to send a book on a trip and collect the experiences of the readers. Over the weekend we enjoyed “Turkish lamb cutlets with apricot mustard”. I had to try this recipe. For the apricot mustard I used dried fruits and realised that 100 g of dried fruits is enough for the recipe for four. The mustard is delicious and goes also very well with chicken :) Seelenwärmer1 Ingredients for 4 portions (recipe from “Seelenwärmer”) 300 g fresh or dried apricots (I used just 100 g dried apricots and those were enough for four.) soak the dried apricot in hot water for 30 minutes 2 shallots, finely diced 2 tablespoons of sunflower oil 4 tablespoons of brown sugar 6 tablespoons of sherry vinager 1 teaspoon of salt 3 tablespoons of spicy mustard 3 tablespoons of grained mustard 1 tablespoon honey

  1. Heat sunflower oil in a pan and fry shallots until translucent. Stir in soaked drained apricots and fry for another 5 minutes. Sprinkle with brown sugar and caramelise. Add vinegar and salt. Cover and cook over medium heat for 10-20 minutes until soft and tender.
  2. Puree the apricots and stir in mustard and honey. Mix well.

The Turkish lamb cutlets have to marinade over night. They become soft and tender and are delicious with the apricot mustard. IMG_0708 Ingredients for 4 portions (Recipe from “Seelenwärmer”) 12 lamb cutlets with bone 6 tablespoons of olive oil salt and pepper For the marinade: 1 onion, finely diced 2 garlic cloves, finely diced 1 chili, finely diced 1  sprig of fresh rosmary 4 thyme twig 5 tablespoons of olive oil 1 teaspoon salt 1 teaspoon paprika

  1. The night before prepare the marinade. In a flat bowl mix onions, garlic, herbs, olive oil, salt and pepper. (I skipped the salt.)
  2. Wash cutlets, pat dry with kitchen towel and cover with marinade. Keep the cutlets in the marinade covered over night in the fridge.
  3. Just before frying or barbecueing salt and pepper the cutlets and grill from both sides. Or fry in hot oil both sides for 2 minute each. Or grill in the oven for 15 minutes.

Because of the rainy weather we had to use our electric barbecue in the kitchen. To keep us warm, I decided to make “Harissa” as an alternative for “apricot mustard”. I used more chilis and spices than given in the recipe to have a good amount to fill a small glas. Seelenwärmer3 Ingredients for Harissa (Recipe from”Seelenwärmer”) 12 dried red chilis, 8 deseeded 1 tablespoon of coriander seeds 2 teaspoons of cumin seeds 2 garlic cloves 1/2 teapoon salt 5 tablespoons of olive oil

  1. Put chilis into a bowl, pour in hot water and soak for 30 minutes.
  2. Fry coriander and cumin without any oil in a hot pan. Remove from heat and ground the spices fine in a mortar.
  3. Peel garlic and ground in a mortar sprinkling salt over it.
  4. Drain chilis and mix with garlic-salt and make a paste using the back of a fork. Stir in the ground spices. Pour in the oliveoil and stir to a paste.

Diese Woche fängt mit einem Post für Melanie von “touche-a-tout” an. Sie hat ein Exemplar von “Seelenwärmer” von Karin Hertzer und Peppi Kalteis auf Reisen geschickt und so ein schönes Event gestartet.   Seelenwärmer

“Seelenwärmer: Kochrezepte und Wohlfühl-Tipps für kalte Tage” von Karin Hertzer und Peppi Kalteis,mit Illustrationen von Annabell von Sperber, erschienen im Egmont Verlag 2010. Ein Buch zum Lesen, Lernen und Genießen.

Das Buch ist aufgeteilt in neun Kapitel: Scharfes, Mit Ingwer, Vegetarisches, Würziges, Fruchtiges, Langsam Geschmortes, Süßes, Flüssiges und Basics.

Die etwa 70 Rezepte finden Platz auf 144 Seiten. Es ist ein illustriertes Buch ohne Fotos.

Karin Hertzer ist Medizinjournalistin mit den Schwerpunkten Gesundheit und Ernährung. Als Expertin für das Thema „Frieren“ hat sie Ratgeber veröffentlicht und betreibt die Website www.warmup-cooldown.de.

Für dieses Buch hat Sie sich mit dem Meisterkoch Peppi Kalteis zusammengetan. Gemeinsam haben sie viele wärmende Rezepte für alle leicht frierende Personen zusammengestellt. Die Illustrationen lockern die vielen Informationen im Buch auf und machen das Buch schön bunt.

Die Rezepte kommen aus den vielen verschiedenen Küchen der Welt. Es ist aber nicht verwunderlich, dass viele asiatische Rezepte hier ihren Platz gefunden haben, da besonders die traditionelle chinesische Medizin  und chinesische Ernährung sich intensiv mit wärmenden, kühlen und neutralen Speisen beschäftigen.  Die Autorin bezieht sich hier nur auf die traditionelle chinesische Medizin (TCM) und chinesische Ernährungslehre.

Im Kochbuch finden auch bekannte Speisen aus Europa wie Penne all’arrabbiata einen Platz. Auch ein paar deutsche Gerichte sind vertreten wie zum Beispiel Sauerbraten oder Tafelspitz. Die Rezepte sind klassisch aufgebaut, sind übersichtlich und leicht verständlich. Als das Buch bei mir ankam, wußte ich noch nicht, wieviel Information man zwischen zwei Buchdeckeln packen kann. Dieses kleine Buch ist randvoll mit Informationen.

In ihrer Einleitung schildert uns die Autorin über die traditionelle chinesische Medizin und ayurvedische Küche. Karin Hertzer hat viel recherchiert und teilt ihr Wissen in kurzen Beiträgen mit uns.  Zum Beispiel im Kapitel “Mit Ingwer” erfahren wir wie die Pflanze aussieht und wie sie eingesetzt, verarbeitet und genossen wird. Alles Erwähnenswerte über eine Zutat wird auch kurz angemerkt, zum Beispiel dass Pfirsiche und Aprikosen “thermisch wärmend” wirken nicht aber Nektarinen. Oder dass Rindfleisch und Lammfleisch wärmend wirken und Schweinefleisch eher kühlend. So hat die Autorin zu jedem Rezept ein paar Anmerkungen und Informationen parat. Man lernt mit jeder Seite etwas Neues dazu.

Die Rezepte vom Peppi Kalteis sind bezeichnet. Der Meisterkoch gesteht in seiner Einleitung, dass er während der Zusammenarbeit zu diesem Buch viel über wärmende und kühlende Speisen gelernt hat, ein Thema über das er sich vorher nicht so viel Gedanken gamacht hatte. Seine Rezepte klingen sehr lecker und haben einen Überraschungseffekt. Zum Beispiel verwendet Peppi Kalteis Wasabi-Erdnüsse als Gewürzzutat für sein Marktgemüse, die er in Chili-Honig-Wodka flambiert. Ich esse gern diese giftgrünen Wasabinüsse, aber bin noch nicht auf die Idee gekommen, sie zum Würzen zu benutzen.

Für mich ist dieses Buch eine kleine Fundgrube. Ich liebe Lesekochbücher und teste die Rezepte aus auch ohne Foto-Vorlage. Deshalb war das Buch sehr schnell mit vielen Zetteln markiert. Und da ich nicht alles in den wenigen Tagen Nachkochen kann, werde ich es wohl mir besorgen müssen. Aber ich habe hier drei Rezepte am Wochenende nachgekocht:

“Aprikosensenf” – Als Aprikosenliebhaberin musste ich das natürlich gleich ausprobieren. Ich habe getrocknete Aprikosen genommen und habe für zwei Personen gekocht. Der Aprikosensenf ist dunkel ausgefallen, aber schmeckt sehr lecker. Erinnert ein bisschen an Chutney mit Senf. Auch das Rezept für zwei Personen war großzügig bemessen und wir freuen uns auf das nächste Gericht mit Aprikosensenf. Deshalb ein Tipp von mir, wenn Ihr getrocknete Aprikosen nehmen wollt, dann reichen auch 100-150 g getrocknete Aprikosen für vier Personen. Sonst schmeckt der Senf mehr nach Aprikosen als nach Senf. Seelenwärmer1

Zutaten für 4 Portionen (Rezept aus dem Kochbuch “Seelenwärmer”) 300 g Aprikosen (frisch oder getrocknet), getrocknete Aprikosen 30 Minuten in heißem Wasser einweichen
2 Schalotten, fein gewürfelt
2 EL Sonnenblumenöl
4 EL brauner Zucker
6 EL Sherryessig
1 TL Salz
3 EL scharfer Senf
3 EL körniger Senf
1 EL flüssiger Honig

  1. Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen. Schalotten glasig dünsten. Aprikosen hinzufügen und 5 Minuten köcheln. Zucker darüberstreuen und karamelisieren lassen. Mit Essig ablöschen und salzen. 20 Minuten mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze köcheln lassen. (Ich habe den Herd schon nach 10 Minuten ausgeschaltet und den Topf auf der warmen Herdplatte gelassen.)
  2. Die Hälfte der Aprikosen pürieren. (Ich habe alles grob püriert.) Alles zusmmen mit Senf und Honig in die Pfanne zurückgeben und gut vermengen.

Dazu gab es laut Kochbuch “Türkische Lammkoteletts” – Die haben wir auch dann gemacht. Die Marinade kam mir sehr bekannt vor 😉 Der Aprikosensenf passt einfach gut dazu. Mein Ehemann war begeistert. Wir haben festgestellt, dass man auch gut Hühnchen zum Aprikosensenf essen kann. IMG_0708 Zutaten für 4 Personen (Rezept aus dem Kochbuch “Seelenwärmer”)
12 dünne Lammkoteletts mit Knochen
6 EL Olivenöl
Salz und Peffer aus der Mühle

Für die Marinade:
1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1 Chilischote, fein gehackt
1 Rosmarinzweig, Rosmarinnadeln fein gehackt
4 Thymianzweige
5 EL Olivenöl
1 TL Salz
1 TL edelsüßes Paprikapulver

  1. Am Vortag die Marinade zubereiten. Dazu Zwiebeln, Knoblauch, die Kräuter, Olivenöl, Salz und Paprikapulver in einer großen flachen Schale mischen. (Ich habe Salz hier weggelassen und erst beim Braten die Koteletts gesalzen.)
  2. Koteletts waschen, troken tupfen und in die Marinade legen, wenden und zugedeckt über Nacht ziehen lassen.
  3. Die Koteletts salzen und pfeffern und in der Pfanne je 2 Minuten auf jeder Seite in heißen Öl scharf anbraten oder im Ofen 15 Minuten grillen.

Wenn wir schon beim Grillen in der Küche sind, dann habe ich auch “Harissa” als Alternative gemacht. Etwas süßes und etwas scharfes und beides wärmend. Die Angaben für das Harissa Rezept habe ich verdoppelt, damit ich zum einen die Masse gut pürieren und zum anderen ein Glas voll bekommen kann. Gewohnt gut würzig und lecker! Seelenwärmer3

Zutaten für Harissa (Rezept aus dem Kochbuch “Seelenwärmer”)
12 getrocknete rote Chili, 8 davon aufgeschnitten und entkernt
1 EL Korianderkörner
2 TL Kreuzkümmelsamen
2 Knoblauchzehen
1/2 TL Salz
5 EL Olivenöl

  1. Chilis in eine Schüssel geben, mit warmem Wasser übergießen und 30 Minuten einweichen lassen.
  2. In einer Pfanne ohne Fett die Korianderkörner und Kreuzkümmelsamen anrösten. Diese in einem Mörser fein mahlen.
  3. Knoblauch schälen und mit dem Salz im Mörser zerdrücken.
  4. Chilis in einem Sieb gut abtropfen lassen, mit dem Knoblauch-Salz zurück in die Schüssel geben und mit einer Gabel zu einer dicken Paste zerdrücken. Gemahlene Gewürze unterrühren. Nach und nach Öl hinzugeben, bis eine dicke Paste entstanden ist.

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