Taste of Turkey: Köfte-Event — Köfte Salatası

Endlich besuchte ich wieder die Seiten von meinen Lieblingsblogs und stieß auf ein aktuelles Event, dass mich natürlich sofort in die Küche trieb.

Insane in the kitchen und Kleine Chaosküche sind auf Entdeckungsreise durch die Türkei und das aktuelle Thema sind “Köfte”. Bis Mitternacht habe ich noch Zeit.

Taste of Turkey

Sobald das Wetter es zulässt, packen wir den Grill aus und versammeln uns mit Familie und Freunden in den Gärten und genießen zusammen. Am einfachsten sind Köfte, mag die Einladung zum Grillen noch so kurzfristig sein, Köfte gehen immer.

Ich möchte Euch heute ein einfaches traditionelles Grundrezept vorstellen ohne viel Brimborium. Nur Hackfleisch, Zwiebeln, etwas Schärfe, Salz und Pfeffer. Keine Eier und keine Brötchen. Aber das Hackfleisch muss frisch sein, sonst kann der Fleischteig leicht bröseln. Ich verwende am liebsten Hackfleisch vom Lamm und Rind zu gleichen Teilen gemischt. Sie können aber auch nur Rind oder nur Lamm nehmen. Nehmen Sie das Fleisch, dass Sie auch gern genießen.

Köfte-Salat

Zum Servieren nehme ich gern viele frische Kräuter, getrocknete eingelegte Tomaten, Zitronensaft und Sumach. Hier könnt Ihr wirklich Eure Lieblingskräuter nehmen oder was Ihr so da habt. Ich nehme sehr gerne Petersilie, Schnittlauch und Minze. Aber auch Ruccola, Boretsch oder Kresse machen sich gut. Wer noch etwas Schärfe braucht, der kann noch ein paar Chiliflocken darüberstreuen. Meine Familie mag diese Köfte gerne mit aromatisierter Butter, aber man kann diese auch gut verlassen. Ein frischer Genuss für den Sommerabend. Guten Appetit! Afiyet olsun!

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Rezension: „Zu Gast in MAROKKO. Verführerische Rezepte einer kulinarischen Reise.“ von Rob&Sophia Palmer, Callwey Verlag 2015

“Zu Gast in Marokko: Verführerische Rezepte einer kulinarischen Reise” von Rob&Sophia Palmer, Callwey Verlag 2015
Bucheinband

***** Ein wunderschönes Lesevergnügen. Die Autoren nehmen uns mit ihren Erzählungen und wunderschönen Fotos mit auf die Reise in das unbekannte Marokko und wir dürfen mit Ihnen entdecken, erleben, erfahren und genießen. Ein unbedingtes Muss für Jeden, der sich für Marokko und ihre kulinarisch sehr vielfältige Erlebnisküche interessiert.

Das Buch hat einen wunderschönen festen Einband mit Mosaik-Mustern. Der Titel ist auf einem weißen Streifen längs mittig angebracht, dass wie ein Tischläufer über einen Mosaik-Kachel-Tisch aussieht. Sobald man das Buch aufschlägt, wird man von den ganzseitigen Fotos in das Land „hineingebeamt“ und befindet sich gleich in einer zauberhaften Welt der Sehnsüchte.

Die Fotografien von Rob Palmer sind sehr stimmungsvoll und authentisch. Die natürlichen Licht- und Farbspiele in Marokko hat Rob Palmer wunderschön mit seiner Kamera eingefangen. Auf Doppelseiten präsentiert er viele Einblicke in die verschiedenen Küchen von Straßenverkäufern, Privatpersonen und Restaurantchefs. Er hat für uns die Zubereitungsschritte ebenso festgehalten wie die Frische der einheimischen Zutaten. Die Fotos machen Lust, die Koffer zu packen und in den nächsten Flieger Richtung Marokko zu steigen.

Die beiden Autoren haben sich bei einem Food-Foto-Event in Australien kennengelernt. Sie feierten eine traumhafte Hochzeit in Marokko mit ihren Familien. An diesem besagten Tag entwickelten sie auch die Idee zu diesem Buch.

„Zu Gast in Marokko“ ist ihre kulinarische Reise durch Marokko. Sophia Palmer schreibt, dass es nicht nur um die traditionelle und gleichzeitig moderne marokkanische Küche geht, sondern um die Reise selbst, um die Menschen, die sie getroffen haben. Es ist ein Buch über Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen während ihrer Reise.

Die Reise der Autoren beginnt im berauschenden Chaos von Marrakesch und geht erst an der Küste entlang nach Norden bis nach Casablanca. Von dort aus fahren sie über Meknès und Fès quer bis fast an die algerische Grenze nach Oujda, wo die Mutter von Sophia herkommt und besuchen dort die Großmutter und Großfamilie von Sophia. Danach geht ihre Reise über dem Atlasgebirge wieder zurück nach Marrakesch.
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Harissa versus Biber Salçası

In England habe ich Yotam Ottolenghi für mich entdeckt. Ich liebe seine Bücher, weil sie voller neuer Ideen und Kombinationen sind. Sie sind für mich eine Quelle der Inspiration. Schade finde ich nur, dass ich seine “kulinarischen Reisen” auf Canal D in England nicht sehen kann, aber es gibt ja noch Youtube ;) So habe ich vor kurzem mir die Zeit genommen und mich mit einer Kanne Tee vor meinen Computer gesetzt, um seine Tunesienreise zu genießen. Diese Fischvielfalt und frische Zutaten einfach umwerfend. Yotam Ottolenghi bekam eine Art “Ceviche” von Pepe serviert und Fischsuppe und natürlich die berühmten Brik. Ich wollte schon die Koffer packen und losfahren.

Im laufe der Sendung kam die Sprache auch auf die weltberühmte tunesische Paste “Harissa”. Die Begleiterin von Yotam Ottolenghi wollte ihm die hausgemachte Harissa zeigen und hinderte ihm am Kauf eines fertigen Harissa-Glases.

Harissa-Biber-Salcasi

Als sie bei der Dame Zuhause waren, zeigten die beiden Schwestern Yotam Ottolenghi ihre Rezeptur. Ich war sehr neugierig und holte schnell ein Stift und Block. Es konnte losgehen. Ich lauschte und konnte meinen Ohren und Augen nicht trauen, die machten eine Chilipaste ähnlich unserer “Biber Salçası” aus der Türkei.

Also die Damen aus Tunesien hatten getrocknete Chilischoten eingeweicht, die sie nun ausgedrückt durch ein Fleischwolf drehten. Danach salzten sie die so erhaltene Paste und fertig war ihre Harissa. Die Gewürze könne man ja später den Speisen nach Geschmack hinzufügen.

Meine Tanten machen Paprikapaste auf folgende Weise: Die frischen scharfen Paprikaschoten, die eigens für diese Paste in Ostanatolien angebaut werden, werden aufgeschnitten, entkernt und in der Sonne angetrocknet. Dann wird die Paprika durch ein Fleischwolf gedreht, am besten zwei mal. Die so erhaltene Paprikapaste wird wieder in die Sonne gestellt und ein paar Tage in flachen Gefäßen angetrocknet. Dann wird diese Masse mit Salz aufgekocht (um sie noch länger haltbar zu machen) und in Gläser gefüllt.

Der wesentliche Unterschied scheint darin zu bestehen, dass die tunesische Paprikapaste aus getrockneten Chilischoten zubereitet wird und die türkische aus frischen scharfen Paprikaschoten, die aber vorher angetrocknet werden ;)

Yotam Ottolenghi versäumt es nicht, uns mitzuteilen, dass jeder in Tunesien sein eigenes Rezept für “Harissa” hat. Das auch Gewürze wie Kreuzkümmel und Koriander ebenfalls mitenthalten sein können. Ich habe mich an dem Rezept der beiden tunesichen Damen gehalten und Harissa mit getrockneten Chilischoten gemacht. Es ist eine kleine Herausforderung die Chilischoten mit einem Mixstab zu pürieren, deshalb habe ich beim Pürieren etwas Olivenöl hinzugefügt. Die Paste ist so scharf, dass ich das Abschmecken mit Kreuzkümmel und Koriander verschoben habe; ich würze dann die Speisen nach statt die Harissa-Paste ;)

Auch in der Türkei gibt es verschiedene Variationen. Manche mischen zu ihrer Paprikapaste auch eingeweichte getrocknete Chilis bei. Andere mischen Kräuter und Gewürze bei und schmecken mit Olivenöl ab und verwenden die Paste als Brotaufstrich. Wie gewöhnlich sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Und die Welt ist kulinarisch näher als mancher glauben mag. Guten Appetit! Afiyet olsun!

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Gebäck mit Sesambrei — Tahınlı Çörek

Liebe Bushcook, Herzlichen Glückwunsch zum 4. Bloggeburtstag! Wir freuen uns auf viele schöne kulinarische Berichte von Dir! Weiter so!

Von mir gibt es ein türkisches Gebäck zu deinem schönen Event “Souvenirs in der Kueche;)

4. Geburtstags-Blog-Event - Souvenirs in der Küche

Es gibt immer noch ein paar Sachen, die ich aus der Türkei mitbringe. Wahrscheinlich kann man all diese Dinge bei den türkischen Supermärkten in den großen Städten bekommen, aber die sind für mich auch zu weit weg ;) Für dich habe ich heute ein Gebäck mit Sesambrei und Dattelsirup ausgewählt.

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Ich liebe den dunklen Sesambrei mit gerösteten Sesamsamen. Dattelsirup ist einfach himmlisch.

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Den Teig teile ich in zwei vierer Gruppen und forme Teigbällchen. Diese Teigbällchen rolle ich zu etwa 25 cm Durchmesser Teigfladen aus. Dann bestreiche ich die ersten drei Teigfladen jeweils dünn mit Sesambrei und schichte die vier Teigfladen übereinander.

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Die oberste Teigflade wird nicht bestrichen.

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Dann rolle ich diese aufgeschichteten Teigfladen alle zusammen zu einem großen Teigfladen in der größe eines Backblechs aus. Diese bestreiche ich wieder dünn mit Sesambrei.

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Beginnend von der schmalen Seite Rolle ich den Teigfladen zu einer dicken Rolle.

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Die Teigrolle schneide ich in etwa 3 cm dicke Scheiben.

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Mit einem türkischen Nudelholz oder einem Kochlöffelstiel drücke ich fest in die Mitte und erhalte so eine Art “Schmetterlingsform”.

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Nun kann ich diese Teigteilchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und goldbraun backen.

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Das Gebäck ist blättrig fein und leicht knusprig und köstlich mit Tee oder Kaffee. Guten Appetit! Afiyet olsun!

 

 
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Türkische Ravioli mit Engelshaar – Kadayıflı Mantı

In einer Sache sind die Türken sehr italienisch oder französisch: Sie bereiten ihre Speisen immer noch so zu, wie schon immer. Tradition in der Zubereitung ist ganz groß geschrieben und Hauptsache es schmeckt allen und macht sie glücklich. Alle sollen sich Wohlfühlen. Das Essen steht immer im Mittelpunkt des gemeinsamen sozialen Lebens, auch wenn hier und da kleine Gewürzzusammensetzungen sich ändern, die Speisen schmecken wie sie schmecken sollen.

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Seit einigen Jahren verzaubern neue innovative Köche mit ihren Kreationen die Türkei. Sie gestalten die altbekannten Speisen neu und bringen frischen Wind in die verstaubten Küchenstuben. So haben ein paar türkische Köche angefangen mit den traditionell für Süßspeisen verwendeten Zutaten wie Engelshaar oder Baklava-Teigblätter auch für herzhafte Speisen einzusetzen. Schließlich lassen sich auch Fleisch und Fisch wunderbar in Baklava-Teigblätter oder Engelshaar einwickeln. Seitdem sind die türkischen Koch-Zeitschriften voll mit immer neuen Ideen zu Engelshaar-Panade oder Baklava-Teigblättern. Diese Bewegung in der Türkei haben die englisch sprachigen Köche sehr bald aufgegriffen und ausprobiert. Auch die Fernsehköche in Deutschland experimentieren mittlerweile mit Engelshaar und Baklava-Teigblättern.

Ich genieße diese Offenheit, Entfaltungsfreiheit und Ideenreichtum in der türkischen Küche. Diese neue Entwicklung möchte ich Euch nicht vorenthalten und werde versuchen regelmäßig davon zu berichten und Rezepte mit Euch zu teilen.

Heute geht es mit türkischen Ravioli mit Engelshaar los. Ihr braucht hierfür die frischen Teigfäden, die man meistens in größeren türkischen oder parkistanischen oder arabischen Lebensmittelgeschäften bekommen kann. Besonders zu Ramadan-Zeit sind diese Spezialitäten überall in den türkischen Geschäften vorrätig.

Die gekaufte Engelshaarpackung öffnen und das Engelshaar vorsichtig auseinanderfalten. Meistens kann man diese einmal aufklappen und sieht dann eine Schlaufe mit Engelshaar von einer Länge von ungefähr 30cm. Ich halbiere diese quasi in der Falte, die ich aufgeklappt habe und klappe die Hälften noch einmal auf, so dass ich wieder eine länge von etw 25-30 cm habe. Dann massiere ich geschmolzene Butter in die Engelshaarfäden (Sie können natürlich auch neutrales Öl dafür nehmen.). Damit wird das Engelshaar geschmeidig und bigsam. Aus der Fleischmasse forme ich Haselnussgroße Klösschen. Diese wickele ich mit Engelshaar rundherum und setze sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Ich paniere quasi die Fleischklösschen mit Engelshaar, indem ich das Engelshaar um die Fleischklösschen wickele. Auf diese Weise arbeite ich alle Fleischklösschen auf. Dann backe ich meine “Ravioli” im Backofen bis sie golden sind und serviere sie mit Joghurt und Minz-Tomaten-Sauce. Knusprig und lecker! Afiyet olsun!

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Zitronentarte – Limonlu Tart

Vor ein paar Wochen hat mich Claudia (dinnerumacht) mit wunderschönen Meyer-Zitronen überrascht. Zwar hatte ich viel darüber auf anderen Blogs gelesen, aber noch keine auf unserem Bauernmarkt bekommen können. So war die Freude sehr groß :) :) :) Danke dir Claudia!

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Meyer Zitronen sehen eigentlich aus wie zu klein geratene Orangen in der Form von Zitronen, schmecken lieblich orange-zitronig und haben eine sehr dünne aromatische Schale. Als ich begann die Schale der Früchte abzureiben, hüllte sich die Küche in eine wunderbare zitronen-orangen Aroma-Wolke. So beschloss ich ein Rezept wieder herauszuholen, dass mindestens 20 Jahre in meiner Sammlung ruhte: Zitronentarte. Sowohl für den Mürbteigboden als auch für die Füllung wollte ich Zest und Saft der schönen Meyer-Zitronen nutzen.

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Der Kuchen ist schön fruchtig und cremig. Im englischen Sprachraum wird für die Füllung häufig Creme Double benutzt, aber für diesen Kuchen verwende ich nur Süßrahmbutter. Der Boden ist ein einfacher Mürbteig mit Zitronenaroma.

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Die Sonne schien mit dem strahlend gelben Kuchen fast um die Wette und wir genossen diesen frisch-cremig-zitronigen Kuchen zum Nachmittagstee. Ein perfekter Tag! Guten Appetit! Afiyet olsun!

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Lamm Kebab – Tandır/Fırın Kebab

Der Sufimeister Celaleddin Rumi hat in der mittelanatolische Stadt Konya seine Spuren hinterlassen. Die Einheimischen nennen ihn Mevlana, was soviel bedeutet wie “unser Geistlicher”. Das Museum ist zentral gelegen und bildet zugleich das Wahrzeichen der Stadt. Die Tanzenden Derwische sind in der ganzen Welt bekannt.

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Das frühere Kloster des Sufimeisters Cemaleddin Rumi vom Mevlevi-Orden liegt gleich neben einer großen Moschee in Konya. Im Innenhof duftet ein wunderschöner Rosengarten zu gegebener Zeit, ansonsten befinden sich mehrere Brunnen und schaffen eine schöne Atmosphäre. Das Museum liegt an einem großen Platz, der von vier belebten Straßen umzingelt ist, aber der Lärm scheint an den Mauern entlangzugleiten, ohne sich hinein zu wagen.

Am Eingang und an den Gräbern stehen Verse von Mevlana. Mein Lieblingsvers von Rumi ist auch darunter: „Egal wer du bist, woher du kommst, unsere Türen sind für dich geöffnet“.

Die Gräber sind bedeckt mit schönen bestickten oder gewebten Stoffen. Im gedämpften Licht glänzen die Gold- und Silberstickereien. Die mittlere, größte Kuppel ist mit unzähligen kleinen ausgehauenen Quadern verziert. In den vielen kleinen Gebäuden innerhalb der Museumsmauern kann man antike Buchseiten, Musikinstrumente und Gebrauchsgegenstände bewundern.

Um diese kleine “Museumsinsel” liegen die beliebtesten Lokale mit den beliebtesten Speisen dieser Region. Ein Muss für jeden Konya-Besucher sind die “Etli Ekmek (lange dünne Pide mit Fleischfüllung, eine große Ausgabe von Lahmacun) und Tandır/Fırın Kebab (Lammfleisch aus dem Steinbackofen)”. Letzteres ist unser Ziel nach einem Besuch bei Mevlana. Das Beste, Beliebteste und Bekannteste Lokal für “Tandır Kebab” befindet sich etwas versteckt in einer Seitengasse. Aber falls man dort kein Glück hat, es gibt noch eine Zweigstelle im Stadteil Meram.

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Der leidenschaftliche Koch Hacı Şükrü gründete das Lokal in der Altstadt 1907. Der Familienbetrieb wird mittlerweile von seinen Enkeln und Urenkeln erfolgreich in alter Tradition weitergeführt. Das Restaurant ist ein typisches einheimisches Familienlokal mit praktischen Tischen und bequemen Stühlen. Überall hängen die vielen Auszeichnungen und Bilder mit berühmten Besuchern.

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Das Fleisch zergeht richtig auf der Zunge und wird nur auf dünnem Pide serviert. Die Gäste entscheiden wieviel Fleisch sie auf ihrem Pide wollen, danach richten sich auch die Preise. Dazu werden je nach Jahreszeit Salate und eingelegtes Gemüse gereicht und natürlich Zwiebeln. Letzteres ist ein Muss als Beilage bei Fleischgerichten in Konya.

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Wir waren im Januar dort und haben einen Wintersalat, rohe Zwiebeln, rote Chilidip und eingelegte Chilis als Beilage bekommen.

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Natürlich habe ich versucht, das Geheimnis zu erfahren. Der Geschäftsführer war sehr freundlich und nahm Platz und erklärte mir, wie sie vorgehen. Ganz wichtig sei natürlich das Fleisch. Sie verwenden nur “Merinos Schafe” aus einer Züchtung aus der Region. Andere Tiere kommen nicht in ihre Töpfe. Sie verwenden auch am Liebsten nur die Lammschulter und Filetstücke von männlichen Tieren!!! Das sei das A und O! Das Fleisch werde nur einfach mariniert und gewürzt und langsam in Kupferschalen im Steinofen gegart, dass mit Eichenholz geheizt werde. Je nach Alter des Tieres brauche das Lammfleisch etwa 3-3,5 Stunden, männliche Schafe etwa 4-5 Stunden und weibliche Schafe 6-7 Stunden. Das Fleisch gare nur im eigenen Saft und Fett. Das Fleisch werde während des Garprozesses immer wieder mit dem eigenen Fett übergossen und gewendet. Zum Servieren wird das Fleisch zerflückt und aufs Brot gelegt und leicht mit eigenem Fett bzw. mit der Bratensauce aus dem Topf begossen, damit das Fleisch nicht austrocknet. Aus 3 kg rohem Fleisch bliebe zum Schluss nur 1 kg Braten zum Servieren. Die Köche fangen dafür schon sehr früh am Morgen an, damit bis zum zeitigen Mittag um 11 Uhr die ersten Portionen fertig seien.

In der Einfachheit liegt das Geheimnis! Guten Appetit! Afiyet olsun!

Adresse: HACI ŞÜKRÜ FIRIN KEBAP SALONU, Devricedid mahallesi Cemsultan caddesi No:327/A (Maliye Sarayı civarı, Adalhan Karşısı) Selçuklu / KONYA, Telefon: +90-332 352 76 23 oder im Stadtteil Meram: Yorgancı Mah, Dutlu Cad. 42090 Meram-Konya, Telefon +90 332 325 2829

Für das Rezept:

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Getürkte Schnitzel für die “Schnitzeljagd”

Schnitzeljagd

Blogevent SchnitzeljagdAls Peter zur “Schnitzeljagd” aufrief, dachte ich nur: “Was kann ich dazu beitragen?”

Wie ein Schicksalswink kündigte mein Bruder seinen Besuch an. Sein Schlusssatz lautete: „Abla (türkisch für „große Schwester“) kannst du mir Schnitzel mit Kartoffelecken und deiner Tomatensauce machen?“ Hmhh! Das war mein Startschuss ;)

Wir genießen den Luxus, einen tollen Metzger in unserer Nähe zu haben, der auch Kalb- und Lammfleisch im Sortiment hat und ich verwende am Liebsten Kalbfleisch für unsere Schnitzel.

Im Laufe der Jahre habe ich “dank vieler Fernsehshows” mit Berühmtheiten wie Schuhbeck, Lafer und Lanz sehr viel über das “perfekt gebratene Schnitzel” gelernt: Fleisch schön anklopfen, panieren und schwimmend in Fett am Besten Butterschmalz braten. Pfanne hin und her schütteln nicht vergessen, und schön immer das heiße Fett über die Schnitzel löffeln. ;)

Selbstverständlich habe ich das Rezept etwas getürkt und würze die Schnitzel mit Piment, Sesamsamen und Chiliflocken. Dazu serviere ich Kartoffelecken aus dem Backofen und meine süß-scharfe Tomatensauce.

Piment!! Sesam!! Pulbiber!! So ein Schmarrn!!! Das kann doch nicht schmecken! Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden ;)

Dank der knusprigen Panade bleibt das Fleisch schön saftig. Die Tomaten werden mit den Gewürzen im Backofen gegart, dann püriert und durch ein Sieb passiert. Die Kartoffeln schmecken saftiger, wenn man sie kurz vorkocht und dann im Backofen golden bäckt. Guten Appetit! Afiyet olsun!

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Das Andenken einer Tasse Tee währt 40 Jahre. – Bir bardak çayın 40 yıl hatırı vardır.

Kaum bin ich gelandet, lächle ich über das ganze Gesicht in aufgeregter Spannung auf meine Familie und Freunde, die gekommen sind, um mich abzuholen. Ich kann es kaum erwarten, sie in die Arme zu schließen und ganz fest zu drücken. Da stehen sie, meine deutsche und türkische Familie. Egal von wo wir kommen und egal, ob wir zu Besuch in Deutschland Richtung Norden fahren oder in die Türkei fliegen, sie holen uns ab. Und jedes Mal vergehen die Tage und Wochen wie ein Wimpernschlag. Ganz gleich ob wir nur übers Wochenende da sind oder gar den Sommer mit ihnen verweilen, immer ist es zu kurz. Die Freunde und Bekannte kommen ebenfalls vorbei und gehen mit den Worten “bevor du gehst, kommt du wenigstens auf ein Tee vorbei, ja?”

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Tee ist unser Nationalgetränk! Jeder, der etwas Anderes behauptet, war noch nicht richtig bei Türken. Bei uns schläft die Kanne nie. Für eine Tasse Tee muss man sich einfach Zeit nehmen. Das Einkaufen in der Türkei ist ein Genuss, sobald man in einen Laden hineinspaziert, wird einem ein Sitzplatz und ein Glas Tee angeboten.

Vielleicht liegt das auch daran, dass wir für unsere türkische Teezeremonie etwas Zeit nehmen müssen, damit nehmen wir uns auch mehr Zeit für unser Besuch. Schließlich muss der Samovar aufgebaut werden, das Wasser muss gut “ausgekocht” werden und der Tee braucht Zuspuch und Zeit, um sich besser zu entfalten. Das geht nicht so einfach und schnell schnell. Der Tee muss gut und ruhig ziehen, damit er klar und rot-gold im Glas schimmert.

Ich liebe Tee und es ist für mich immer schwierig, die kleinen Teeeinladungen von Freunden und Bekannten zu übergehen. Es kann sogar vorkommen, dass ich kurz vor der Abfahrt zum Flughafen noch zu einem Tee bei einer Freundin kurz hereinstolpere.

Bei unserem letzten Türkeibesuch haben wir eine sehr nette Familie kennengelernt und die Dame des Hauses hat uns so oft zum Tee eingeladen, dass wir am Tag vor unserer Abreise noch kurz bei Ihr geklopft haben. Sie war so glücklich und strahlte über das ganze Gesicht, wir hatten uns Zeit für sie genommen. Sie rief sofort ihren Ehemann und Sohn an, die prompt das Geschäft früher schlossen, um auch zum Tee zu kommen. Sie lief in die Küche, um den Tee aufzusetzen. Wir beschlossen kurzerhand auch in die Küche zu gehen, um ihr zu helfen und zumindest bei ihr zu sein, so lange sie den Tee zubereitete. Mit dem Schritt in die Küche hatten wir natürlich alle existierenen Formalitäten über Board geschmissen :)

Eigentlich wollte sie ja, den Tisch im Salon so toll decken und für uns Backen und Kochen, aber dafür war ja nun keine Zeit. Also setzten wir uns alle gemeinsam an den Küchentisch. Ihr Ehemann und Sohn kamen auch in die Küche. Und sie wirbelte. Denn “Çay vakti -Teatime” auf türkisch heißt auch “Alles auf den Tisch stellen, was die Schränke so hergeben” und seht selbst, wie vielfältig dass bei einem kurzen spontanen Tee sein kann.

Tee-Gedeck-Juwelier

Ich weiß nicht so recht, wie lange wir dort saßen. Wir plauderten locker und gemütlich und lernten mit jeder Tasse uns näher kennen und lieben. In der Türkei sagen wir: mit der ersten Tasse, lernen wir uns kennen, mit der zweiten werden wir Freunde und ab der dritten Tasse gehörst du zur Familie. Unsere Familie wächst. Das nächste Mal muss ich noch an eine weitere Tür klopfen. Schließlich heißt ein anderer Spruch, die die Türkei prägt: “Bir fincan kahvenin kırk yıl hatırı vardır. – Das Andenken einer Tasse Mokka währt 40 Jahre.”. Das gilt natürlich auch für “Çay – Tee” :) in diesem Sinne, hoch die Tassen und afiyet olsun!

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Rezension: “Kürbis. 120 geniale Rezeptideen” von Maria Wurzer, Löwenzahn Verlag 2014

Titelbild„Kürbis, 120 geniale Rezeptideen“ von Maria Wurzer, erschienen im Löwenzahn Verlag 2014

*****Fünf Sterne: Ein Muss für alle Kürbisliebhaber. Die Autorin zeigt uns leckere Rezepte, die sie neu interpretiert oder kreiert hat. Ob herzhaft oder süß, ob alltäglich oder festlich, Kürbis und Kürbiskerne sind sehr vielseitig einsetzbar. Dieses Kochbuch ist auch für Vegetarier sehr zu empfehlen.

Die Autorin Maria Wurzer betreibt mit ihrem Ehemann seit 25 Jahren eine Kürbisfarm eingebettet in die sanften Hügel des Mostviertels in Niederösterreich. Kein Wunder also, dass gerade sie dieses Kochbuch schreiben musste. Sie kennt ihre Kürbisse mit allen Vorlieben und Eigenheiten und bereitet sie sehr gerne für Ihre Familie, Freunde und Gäste zu.

Die Autorin widmet sich erst der Warenkunde von Kürbis. Wir erfahren das der Speisekürbis wie viele schöne Dinge aus Mittel- und Südamerika kommt, wo er seit 12000 Jahren kultiviert wird. Mit Christoph Kolumbus kamen die ersten Sorten und Samen nach Europa. Insbesondere am Mittelmeer bereitete sich diese Frucht schnell aus. Der Kürbis war eine willkommene Abwechslung im Speiseplan. Vom Mittelmeer aus bereiteten sich verschiedene Sorten von Kürbis in die ganze Welt aus. Ende des 20. Jahrhunderts kam der Hokkaidokürbis aus Japan auf die deutschen Märkte und ab da stieg die Nachfrage nach anderen Kürbissorten als dem gemeinen Gartenkürbis, der viel zu häufig als Tierfutter diente.

Kürbisse sind nicht nur lecker und vielseitig einsetzbar, sie sind auch sehr gesund. Beim Lesen erfahre ich auch, dass der Kürbis hohen Gehalt an Wasser, Ballaststoffen und Kalium hat und deshalb entwässernd und entgiftend wirkt. Maria Wurzer führt die verschiedenen gesundheitlichen Aspekte aus.

Die Autorin beschreibt die beliebtesten Kürbissorten und wie man diese am Besten behandelt und zubereitet. Ein paar der Sorten waren mir bekannt, aber zum Beispiel den „roten Zentner“ oder den „langen Nepal“ kannte ich noch nicht. Anschließend gibt die Autorin Tipps zum Anbau im eigenen Garten und Lagerung.
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