Gemüse im Pergamentpapier – Kağıtta Sebze

Ein beliebtes Spiel mit meinen kleinen Nichten ist, das Verstecken hinter einem Stuhl oder hinter den eigenen Handflächen und das überraschende öffnen und sich zeigen mit dem Ausspruch:”Kuck Kuck!”. Sie strahlen mich jedesmal mit leuchtenden Augen an und wir spielen dieses Spiel gefühlte Stunden und irgendwann vertecken sie sich selbst hinter einem Stuhl und rufen zaghaft:”kuck kuck!” Eine Einladung, die ich natürlich nicht ausschlagen kann :)
Die Liebe für derart Versteckspiele zeigen wir auch in der Küche und verstecken gerne Zutaten im Teig oder mit Weinblättern oder in Mangold oder in Kohl oder ganz einfach im Pergamentpapier. So scheint auch dieses Gericht leise und zaghaft “kuck kuck” zu rufen und läd uns zum Genießen ein :)

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Das Gemüse wird klein geschnitten und in einer Schüssel mit Olivenöl und Gewürzen vermengt, in Pergamentpapier eingewickelt und gebacken. Einfach genial und köstlich! Nur Vorsicht beim Öffnen des Pergamentpapiers, weil heißer Dampf ausströmt! Ein Genuss als eine leichte vegetarische Mahlzeit mit einem kleinen Salat! Guten Appetit! Afiyet olsun!

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Rezension: “Mediterran Geniessen. Verwöhnrezepte rund ums Mittelmeer” von Cornelia Schinharl, Kosmos Verlag

Titelfoto“Mediterran Geniessen. Verwöhnrezepte rund ums Mittelmeer”, von Cornelia Schinharl,Kosmos Verlag 2013

Fazit: **** Ein schönes und praktisches Kochbuch für Mittelmeer-Interessierte Kochbuch-Anfänger mit Rezepten hauptsächlich aus Italien, Frankreich und Spanien. Das Kochbuch weckt mit 132 wunderbaren mit viel Liebe zum Detail in Szene gesetzten Fotos die Sehnsucht, gleich ans Mittelmeer zu fahren oder zumindest die abgebildeten Speisen zu Hause nachzukochen.

Die Autorin Cornelia Schinharl ist eine erfolgreiche und bekannte Kochbuchautorin, die über 50 Kochbücher veröffentlicht und verschiedene Auszeichnungen erhalten hat, darunter acht Silbermedaillen der Gastronomischen Akademie Deutschlands und einen World Cookbook Award.

Das Kochbuch „mediterran Geniessen“ hat mich sehr neugierig gemacht. Es ist ein etwas breites Paperback-Kochbuch mit wunderschönen Bildern, die vom Foodstylisten Sven Dittmann, der Floristin Maria Gilg und dem Fotografen Alexander Walter sehr stimmig und mit viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt wurden. Die Fotos machen einfach Lust die Koffer zu packen und in den Süden zu fliegen oder zumindest in die Küche zu gehen und in Erinnerung an den letzten Urlaub, Köstlichkeiten auf den Tisch zu zaubern.

Das Kochbuch ist klassisch aufgeteilt und beginnt wie es sich das für Mittelmeer gehört mit „Tapas, Antipasti und Meze“. Danach folgen Kapitel zu Suppen, Pasta&Reis, Gemüse, Fisch&Meeresfrüchte, Fleisch&Geflügel, Desserts. Als Anhang finden wir sowohl ein alphabetisches Rezeptregister als auch ein Rezeptregister nach Ländern geordnet.

Ihre Einleitung beginnt die Autorin mit einem Vers von Goethe: „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, im dunklen Laub die Gold-Orangen glühn, ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, die Myrte still und hoch der Lorbeer steht, kennst du es wohl? Dahin, dahin möchte ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.

Cornelia Schinharl möchte uns in diese Sehnsuchtsküchen am Mittelmeer entführen, in die Küchen der schlichten aber köstlichen Speisen der verschiedenen Regionen am Mittelmeer. Sie will uns die Frische und Vielfältigkeit dieser Küchen näher bringen. Die verschiedenen Kapitel leitet sie mit doppelseitigen Texten ein und schreibt etwas ausführlicher zu folgenden Themen: Gemüse, Brot, Käse, Gewürze, Kräuter, Fische und Meerestiere, Olivenöl und Getränke. Darüber hinaus hat sie sich die Zeit genommen, einige Regionen speziell einzuführen: Spanien, Frankreich, Italien, Orient, Türkei und Griechenland.

Die Rezepte sind übersichtlich aufgebaut – links die Zutaten und rechts die Zubereitungsschritte. Die Anleitungen sind klar und verständlich. Schön finde ich auch, dass die Autorin den Zeitbedarf angibt und Varianten zum Grundrezept weitergibt.

Dieses Kochbuch ist eine schöne Zusammenstellung von 113 beliebten und bekannten Rezepten aus den Küchen der Länder am Mittelmeer. So finden sie beliebte italienische, spanische, französische, türkische und griechische Rezepte, die sie irgendwann mal im Urlaub genossen haben. Daneben haben auch Exoten wie Falafel, Labaneh (Frischkäsebällchen), Kibbeh (Bulgurfrikadellen), Türkische Pizza mit Feta und Datteln mit Marzipanfüllung ihren Platz gefunden.

Der Hauptteil besteht aus französischen und italienischen Rezepten. Den dritten Platz mit 12 Rezepten besetzt Spanien und Schlusslicht ist Kroatien mit einem Rezept. Von Bouillabaisse über Coq au vin, Creme Brulèe, Kartoffelgratin, Ratatouille, bis Spargeltarte und Tarte Tatin finden sie alle geliebten französischen Köstlichkeiten. Genauso verhält es sich mit Italien: hier stellen sich vor die Bruschette mit Tomaten, Carpaccio, Fisch im Salzmantel, Kürbisgnocchi, Minestrone, Lasagne ganz klassisch, Panna cotta, Pasta, Pesto verde, Pizza Margherita, Ravioli mit Ricottafüllung, Saltimbocca, Tomatensuppe aus der Toscana. So könnte ich fortfahren. Zu den gewählten Ländern aus dem Mittelmeergebiet sind die beliebten Rezepte hier in einem Kochbuch versammelt.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Kochbuch für Ihre Kinder sind, die gerade sich auf die eigenen Beine stellen, von zu Hause ausziehen und selbst sich die leckeren Genüsse kochen wollen, dann ist dieses Kochbuch das richtige Geschenk zum Einzug. Alle Anderen, die gern und viel kochen und bereits ein französisches und ein italienisches Kochbuch besitzen, werden hier viele bekannte Rezepte wieder entdecken.

Für mich war der Rezepteinhalt dieses Kochbuches etwas enttäuschend. Ich habe mir irgendwie neuere oder unbekanntere Rezepte erhofft. Auch fand ich es sehr schade, dass die ausgewählten Regionen nicht jeweils mit der gleichen Anzahl von Rezepten vertreten waren.

Für meine Rezension wollte ich natürlich auch ein paar Rezepte ausprobieren.Kroatische-FrikadellenPaprikagemüseIch habe das einzige kroatische Rezept in Andenken an meine kroatischen Freunde gewählt, dazu ein Paprikagemüse aus Spanien gekocht.

 

PfeffersteakAprikosenkuchen Natürlich musste ich auch ein französisches Rezept ausprobieren. Ich habe mich für ein Rezept entschieden, dass Männerherzen höher schlagen läßt: Pfeffersteak. Zum Nachtisch gab es eine Tarte mit Aprikosen.

 

Fazit: **** Ein schönes und praktisches Kochbuch für Mittelmeer-Interessierte Kochbuch-Anfänger mit Rezepten hauptsächlich aus Italien, Frankreich und Spanien. Das Kochbuch weckt mit 132 wunderbaren mit viel Liebe zum Detail in Szene gesetzten Fotos die Sehnsucht, gleich ans Mittelmeer zu fahren oder zumindest die abgebildeten Speisen zu Hause nachzukochen.

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Rezension: Carpe Diem – Genieße den Tag. Sinnlich Kochen mit Franz Fuiko, Collection Rolf Heyne Verlag

Carpe-Diem„Carpe Diem; Finest Fingerfood: Geniesse den Tag. Sinnlich Kochen mit Franz Fuiko“ published 2014 by Collection Rolf Heyne Verlag

****: Hier wird die Kunst zu Genießen neu definiert. Dies ist kein Buch für den normalen Alltag. Es ist vielmehr ein Kochbuch der besonderen Art für alle Genussmenschen, die keine Zeit, Aufwand und Hingabe scheuen, das Kochen und Genießen zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Wunderschöne Fotos vermitteln die sinnliche und leidenschaftliche Küche von Franz Fuiko.

„Genieße den Tag – Carpe Diem“ ist ein schöner Vorsatz für Kochverrückte, denn Kochen ist eine Notwendigkeit aber Genießen eine Kunst! Als ich diesen Titel laß, habe ich mich sehr auf das Kochbuch vom gefeierten Spitzenkoch Franz Fuiko aus Österreich gefreut.

Gleich zu Beginn schreibt Franz Fuiko, dass wenn es nach ihm ginge, die Menschen mehr als die durchschnittlichen 100 Minuten am Tag für Essen und Trinken erübrigen sollten. Denn diese Genusszeiten seien auch die Auszeiten, die uns körperlich und seelisch bereichern.

Franz Fuiko betreibt sein Restaurant „Carpe Diem – Finest Fingerfood“ in der Salzburger Getreidegasse. Der Küchenchef hat sich mit seinem Team auch einen Michelin-Stern und zwei Gault-Millau-Hauben erkocht und betreibt ein Gourmetrestaurant.

Für Franz Fuiko ist bereits das Kochen ein sinnliches Erlebnis voller Leidenschaft, des Erlebens, der Kreativität und Faszination. Die Begriffe „Finest Fingerfood“ im Restaurant Titel versprechen, ausgefallene Ideen für Vorspeisen. Der Spitzenkoch serviert Lachstartar oder Beeftartar in kleinen Cones (Eiswaffeln) aufrecht in raffinierten Tellern, oder kleine Chickenwings auf Maiscreme, Langustinos auf Erbsen-Minze-Creme, kleine Burger mit selbstgemachtem Ketchup usw..

Das Thema Fingerfood ist zwar ein Aufhänger im Titel, aber Fingerfood ist nicht der Hauptbestandteil dieses Kochbuches. Das Kochbuch enthält Rezepte für allerlei Speisen von Suppe, über Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, Fleisch, Wild bis hin zu Nachspeisen und Getränken. Ob Spargelsuppe auf Lachs, Flusskrebse mit Melone und Schafskäse, Hummer mit rote Beete, Dorade mit Couscous und Macadamianüssen, Lammrücken mit Cocobohnencreme, Kalbskotelett mit Zucchini, Coq au Vin mit Taube, Rehrücken mit Muscovadostreusel oder Steirisches Wurzelfleisch, die Zutaten sind bekannt, aber die Kompositionen sind einzigartig. Man merkt, dass Franz Fuiko sehr gerne in seiner Küche ist und neue Rezepturen ausprobiert. Die Fotos lassen seine Leidenschaft und Liebe zu Kochen nur erahnen.

Das Kochbuch ist in gewohnt ausgezeichneter Verarbeitung, Bindung und wunderschönem Druck von Collection Rolf Heyne Verlag verlegt worden und ist wunderschön anzusehen. Die geschmackvollen ganzseitigen Illustrationen und schönen klaren Food-Fotos machen Lust auf die sinnliche Küche von Franz Fuiko. Die Fotos zeigen wahre Kunstgemälde auf dem Teller; großformatig auf die Doppelseiten verteilt, vermitteln sie den Eindruck, als ob die Rezepte und Teller nebeneinander auf dem Tisch stünden. Franz Fuiko versteht es sehr gut, seine Speisen kunstvoll anzurichten. Man traut sich kaum, diese wunderschönen Gemälde anzurühren. Mit jedem Umblättern der schönen Seiten wuchs meine Bewunderung für diese hohe Kochkunst.

Das Kochbuch ist klassisch aufgebaut nach Vorspeisen, Hauptspeisen und Desserts, wobei jeder Kapitel noch in weitere Unterkapitel aufgeteilt ist. So sind die Vorspeisen aufgeteilt in: Cones, Suppen, Fisch und Meeresfrüchte und Fleisch. Die Hauptspeisen sind ebenfalls weiter detailliert aufgelistet: Pasta, Reis und Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte sowie Fleisch. Nach den Desserts ist ein Kapitel den Cocktails gewidmet. Den Schluss bildet ein Kapitel mit Grundrezepten, Glossar und Rezeptregister. Die Grundrezepte am Ende des Kochbuches für die verschiedenen Fonds und Saucen sind sehr hilfreich, weil Franz Fuiko für die Garnitur und zum Abschmecken viele dieser Rezepte verwendet. Sehr schön finde ich die Idee, ein Dankeschön in Form von Fotos zu verfassen. Denn Franz Fuiko bedankt sich bei seinem Team und stellt sie vor.

Die großen Kapitel werden mit kleinen Informationstexten eingeleitet. Zum Teil hat der Autor auch handschriftliche Tipps auf die Seiten mit Illustrationen notiert, was sehr schön und persönlich aussieht.

Wenn man sein Blick von den Fotos endlich auf die Rezepte schweifen lässt, fallen einem die langen Zutatenlisten und Zubereitungsschritte auf, die im ersten Moment etwas abschreckend wirken. Jedes Dekorationselement wie Sauce, Sud, Chip, Creme, Schaum, Blüten oder Kräuter werden detailliert aufgelistet und beschrieben. Wenn man sich aber ruhig an die Arbeit macht, gelassen die Zutaten sich zurecht legt, dann gehen die Schritte doch recht zügig von der Hand. Wie mit vielen Dingen ist das Kochen nach Frank Fuiko eine Einstellungssache, es braucht etwas Überwindung. Der Genuss ist aber garantiert.

Traurig war ich, als ich die Vorspeisen mit den „Cones“ machen wollte und kein Rezept für die Cones fand. Leider teilt der Autor seine Bezugsquellen nicht mit uns, so dass diese Vorspeisen seinen besonderen Reiz schnell verlieren. Natürlich finden sich auch ein paar Rezepte, in denen Goldpulver oder Blattgold zur Verzierung verwendet werden, aber das ist in Gourmetrestaurants schon fast normal. Dann fiel mir aber auch auf, dass der Autor Zutaten wie Joghurtpulver, Milchpulver, Trockeneiweiß oder Lecite verwendet. Als Profikoch verwendet Franz Fuiko auch verschiedene Geliermittel (Pektin, Gelatine, Agar-Agar, Gellan, Xanthan) oder Zuckeralternativen (wie unter Anderem Läuterzucker, Fondant, Trimoline, Glukose). In einer Profiküche wie in seinem Restaurant werden diese speziellen Zutaten auch täglich verwendet, aber wie sieht es in einem normalen Haushalt aus? In meiner Küche sind nicht alle diese Zutaten vorrätig. Ich verwende auch alternativ Pektin oder Agar-Agar als Geliermittel und verwende gerne verschiedenen Zuckersorte, aber Joghurt- oder Milchpulver oder Trockeneiweiß oder Lecite habe ich noch nicht verwendet. Franz Fuiko legt uns in seiner Einleitung nahe, dass wir einfach improvisieren sollen und die Zutaten verwenden sollen, die wir bekommen können. Goldverzierungen kann ich weglassen, Zucker kann ich auswählen, aber wie ersetze ich Joghurt- oder Milchpulver, Trockeneiweiß oder Lecite?

Für den finalen Durchgang nahm ich das Buch noch einmal in die Hand. Diesmal ging es um den Normalhaushalt und die Alltagstauglichkeit der Rezepte. Insbesondere bei den Nachspeisen sind viele Komponenten für die hübschen Teller notwendig. Hier könnte ich mir vorstellen, nur einzelne Rezepte zuzubereiten: Ein Beispiel: Franz Fuiko serviert seine Creme Brulee mit Ananasgranite, Ananaschip, Ananas-Curry-Ragout, Zitronengrasgelee, Glasnudeln und Ananasblättern. Ein anderes Beispiel: Ein warmer Topfenkuchen auf Reiswaffel mit Akazienhonigeis, Mohn-Pfeffer-Hippe, Blutorangenragout, Vanilleschaum garniert mit flüssiger weißer Schokolade, essbaren Blüten und goldfarbenen Zuckerperlen. Mir würde wahrscheinlich der Kuchen schon genügen oder das Akazienhonigeis mit Blutorangenragout. Aber als ich drei verschiedene Geliermittel für die Zubereitung eines Desserts gelesen habe, musste ich doch inne halten.

Die Beurteilung ist mir diesmal sehr schwer gefallen. Die Speisen sind köstlich und wenn man sich darauf einlässt und sich die notwendige Zeit nimmt, kann man mit diesem Kochbuch das Genießen neu entdecken. Immer wieder sagte ich mir, dass ich auch für einen einfachen Apfel- oder Käsekuchen einen Teig, eine Füllung und eventuell noch eine Garnitur zubereiten muss. Auf der anderen Seite werden solche Bücher sehr gerne angesehen, aber am Ende doch nicht benutzt, weil die Zutaten und Zubereitungsschritte über mehrere Seiten gehen. Deshalb habe ich bezüglich der Alltagstauglichkeit dieses Kochbuches bedenken. Es ist eher ein Kochbuch für Genussmenschen, die keine Scheu davor haben, die notwendige Zeit aufzuwenden; die bereits das Vorhaben etwas aus diesem Kochbuch zu kochen zu einem Event machen und das Kochen und Genießen zu einem Erlebnis werden lassen. Für diese Genussmenschen ist das ein ganz besonderes Kochbuch-Erlebnis.

Für meine Rezension wollte ich natürlich auch ein paar Rezepte ausprobieren. Nach mehrmaligem Durchblättern und Lesen der Rezepte war für mich klar, dass ich diese Kunst zu Hause nicht auf die Teller zaubern kann. Mir stellte sich recht bald die Frage, wie lange ich bereit bin, für ein Menü in der Küche zu stehen? Schließlich entschied ich mich für meine Rezension ein Hauptgericht zum Familienfest zu kochen: Lammrücken mit Couscous, Auberginenmousse, Tomatenmarmelade und Pinienkerncreme. Beim Kochen war ich sehr positiv überrascht, wie schnell die einzelnen Komponenten zubereitet waren. Meine Gäste waren begeistert und ich habe diesen Teller noch ein paar mal nach gekocht. Die Rezepte sind für die angegebene Personenzahl gut bemessen und das Resultat ist himmlisch.

Lammkarree1Lammkaree3-BeilagenLammkrone mit Couscous, Auberginenmousse, Tomatenmarmelade und Pinienkerncreme: Das Lamm war einfach sehr zart und lecker. Die Beilagen wirken vielleicht etwas wenig auf dem Teller, aber sie sind sehr gut portioniert und man braucht wirklich nicht mehr. Nur das Auberginenmousse war großzügiger bemessen. Es hat allen sehr gut geschmeckt und wird bei uns auf jeden Fall wiederholt. Sehr zu empfehlen.

****: Hier wird die Kunst zu Genießen neu definiert. Dies ist kein Buch für den normalen Alltag. Es ist vielmehr ein Kochbuch der besonderen Art für alle Genussmenschen, die keine Zeit, Aufwand und Hingabe scheuen, das Kochen und Genießen zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Wunderschöne Fotos vermitteln die sinnliche und leidenschaftliche Küche von Franz Fuiko.

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Grüne-Linsen-Patties – Yeşil Mercimek Köftesi

Linsen werden überall landestypisch zubereitet und genossen. Es ist erstaunlich in wievielen Ländern Linsen angebaut und verzehrt werden. Die Linsen sind recht anspruchslos was Bodenbeschaffenheit angeht und können einfach kultuviert werden. Die fünf Top-Produzenten für Linsen sind Kanada, Indien, Australien, Türkei und die USA gefolgt von Nepal, Äthiopien, China, Syrien und Iran. Die ersten archäologische Funde sind von vor 9500 bis 13000 Jahre alt. Die ersten Linsen sind vermutlich im Vorderen Orient aus der Wildlinse angebaut worden. Wen wundert es also noch, dass die schwäbische Speise “Grüne Linsen mit Spätzle” von ihrem großen Bruder (Abi) der anatolischen “Grüne Linsen mit kurzen Bandnudeln” nach Europa gebracht wurde ;)

Grüne Linsen sind bei uns in der Türkei sehr beliebt und werden gern für dickflüssige sättigende Eintöpfe, für “Pilav” oder für Bratlinge verwendet. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass irgendein Koch auch schon eine Süßspeise damit ausprobiert hat, die noch von uns entdeckt werden will.

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Die Linsen koche ich mit Gewürzen vor, sie sollten gar sein, aber noch etwas Biss haben. Ich verwende nicht so viele Eier oder Mehl für die Masse, deshalb kann es beim Braten etwas Bröckeln. Für wen dies unbefriedigend ist, kann gerne mehr Mehl und Eier nehmen. Ansonsten empfehle ich, die Bratlinge auf jeder Seite etwas anzubraten und dann im Backofen bei Umluft zu Ende zu garen.

Ich mag es, wie sich die Linsen beim Abbeißen langsam lösen und meinen Gaumen zart streicheln und ich ihren nussigen und würzigen Geschmack voll genießen kann. Die Karotten und Kräuter sorgen für die Frische und runden das ganze Geschmackserlebnis ab. Ausprobieren! Einfach köstlich! Mit einem typisch türkischen Salat ein Genuß für ein leichtes Mittagstisch oder Abendessen oder eine Meze für eine Weintafel mit Freunden oder zum “Türkischen Tea-Time” :) Guten Appetit! Afiyet olsun!

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Gefüllte getrocknete Aprikosen – Kayısı dolması

Der Winter klopft langsam an die Türen. Draußen ist es so diesig, neblig und grau. Da brauche ich etwas richtig Süßes. Bei dem Anblick dieser golden-orangen Aprikosen geht zumindest in meinen Augen wieder die Sonne auf. Himmlisch süß wecken diese Aprikosen alle Lebensgeister. Das wird ein schöner Tag.
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Die getrockneten Aprikosen werden in Zuckersirup etwas weich gekocht und dann mit einer gesüßten Creme gefüllt und mit Nüssen garniert. Einfach aber köstlich! Guten Appetit! Afiyet olsun!

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Türkischer Dankes-Pudding – “Süßes Allerlei” – Aşure haftamız

Jedes Jahr am 10. Muharrem des islamischen Kalenders ist Aşure Tag. Es findet nach den großen Festen zum Beginn des neuen islamischen Kalenderjahres statt (Muharrem ist der erste Monat im islamischen Kalender). Wie die Inder zu Diwalli feiern wir eine Woche ein Dankesfest mit unseren Familien, Freunden und Nachbarn. Am schönsten ist ein Dankeschön mit etwas Süßem.

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Unser Großvater hat uns als Kinder jedes Jahr ein schönes Kindermärchen zum “Aşure” Tag erzählt. Er erzählte von Noah, seiner Familie, der Arche und den Tieren. Großvater erzählte, dass Noah auf ein göttliches Zeichen wartete und dass es lange dauerte und dass jeden Tag die Vorräte weniger wurden. Eines Tages hätten sie die letzten Körner in den Säcken ausgeschüttelt, diese zusammen gekratzt und zu einem Brei gekocht – “Aşure”. Großvater erzählte, dass wir jedes Jahr “Aşure” kochen, weil wir uns für das Leben bedanken wollen, dass wir mit unseren Familien, Freunden und Nachbarn teilen und genießen dürfen. Während Großvater uns mit seinen Geschichten beschäftigte, kochte Großmutter “Aşure”. Wir waren natürlich sehr neugierig und fragten Großvater aus über Noah, seine Familie, die Tiere und was sie alles hatten oder nicht hatten und Großvater antwortete geduldig und bildhaft. Natürlich ist dies nur ein Kindermärchen und nicht der wahre Grund hinter diesem Tag, aber wir liebten die Geschichten von Großvater.

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Türkisches Wrap mit Kalbfleisch — Tantuni

Darf ich vorstellen: “Tantuni” — ein Beispiel aus der türkischen Fast-Food-Schatzkiste!

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Vor ein paar Jahren hatte ich eine kleine Umfrage geschaltet und gefragt, was den Europäern bei türkischem Essen einfällt. Das Resultat war überwältigend: Döner Kebab!

Nun bekommt der “Döner” Konkurrenz von “Tantuni”. Kenner unterscheiden schon zwischen “Döner-Dürüm (Wrap mit Döner)” und “Tantuni (Wrap mit in der Pfanne gebratenem Fleisch)”.
“Dürüm” ist das türkische Wort für “Wrap”. Vielleicht haben Sie auch schon zum Beispiel “Kebab Dürüm oder Köfte Dürüm” auf den Speisekarten gelesen. In Deutschland bekommt man mittlerweile an einigen Fast-Food-Ständen “Tantuni” mit gemischtem Hackfleisch (Lamm und Kalb), mit geschnetzeltem Kalbfleisch oder Geflügel.

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“Tantuni” kommt ursprünglich aus Mersin, eine Stadt an der Mittelmeerküste. “Tantuni” ist eigentlich eine Arme-Leute-Fast-Food-Speise.

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Türkisches Fladenbrot — Ev Pidesi

Zorra hat zum “World Bread Day 2014″ aufgerufen.
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Wir können ohne Brot kein Tisch decken, ob Meze, Suppe oder Hauptgericht ein Stück Pide –am liebsten frisch aus dem Ofen– muss einfach sein. Sogar zu einem Reis- oder Nudelgericht reichen wir Pide und Joghurt.

Am schnellsten und einfachsten ist die türkische Pide mit Hefeteig. Reste lassen sich gut einfrieren und im Backofen bei Umluft schön frisch auftauen. Die Pide schmeckt so schön seidig weich und lecker. Guten Appetit! Afiyet olsun!

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Bulgur-Kartoffel-Bratlinge — Bulgurlu patates köftesi

Am späten Nachmittag lässt bei mir die Konzentration etwas nach und die Augenlider werden schwer. Um diese Zeit greife ich gern zu starkem Tee oder Kaffee und einem kleinen Snack, um die Sinne wieder zu beleben. In England nennen wir diese Zeit “Tea-Time” und bei uns zu Hause heißt dieser Brauch:”Cay vakti – Tee Zeit”. Die Speisen, die in der Türkei zum kräftigen türkischen Tee serviert werden, sind so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Um diese Leidenschaft auf einen Nenner zu bringen, könnte man sagen, wir zelebrieren das Leben mit Essen-Genießen. Sobald der Tee aufgesetzt ist, geht der Griff zum Kühlschrank und an die Tür der Vorratskammer: “Was kann ich zum Tee servieren?” ist die einzig relevante Frage. Egal ob süß oder herzhaft, am liebsten von allem etwas. Vielleicht ist die Vielfalt an kleinen Speisen in der Türkei auch auf unsere kulturelle Vielfalt und leidenschaftliche Genusslust zurückzuführen.

Kartoffel-Bulgurbratlinge

Mein Vater liebte zartes Gebäck, während meine Mutter eine Vorliebe für kleine herzhafte Bratlinge hatte. Sie experimentierte gern mit einfachen Zutaten – “aus Wenig mache ein Hochgenuss” war ihre Devise. So entstand eines Tages auch dieses Rezept.

Ich möchte noch erwähnen, dass wir unsere Bratlinge gerne ohne Eier formen und am liebsten backen. Die Bratlinge sind in warmen Zustand weich und schwierig zu wenden. Aber wir lassen sie auf dem Blech etwas abkühlen und servieren sie lauwarm zu Tee. Sie sind dann schon etwas fester und noch herrlich weich in der Mitte. Ein cremiger Genuss mit kräftigem Tee. Wenn Sie also diese Bratlinge lieber in der Pfanne braten wollen, bitte die Bratlinge langsam und vorsichtig wenden und bitte bitte bitte nicht zu häufig wenden, sonst haben sie zum Schluss nur noch Brei und sind frustriert. Das wollen wir nicht. Die Bratlinge auf mittlerer Hitze so lange braten, bis diese auf der Unterseite golden sind, das dauert in der Regel 3-4 Minuten je nach Herd und Pfanne. Geduld und Übung macht den Genießer! Guten Appetit! Afiyet olsun!

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Geröstetes Fleisch auf Auberginenpüree nach Ali Nazik Art — Kolay Ali Nazik Kebab

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Immer wieder ein Genuß! In der Türkei bekommt man diesen Kebab meistens als Hackfleischspießchen, die erst geformt und geröstet und dann zum Servieren in mundgerechte Stücke geteilt werden. Natürlich bilden Paprika, Peperoni und Tomaten dort die Garnitur. Die heutige Variante ist die einfache Version, die jederzeit in einer guten Pfanne zuzubereiten ist. Ich verwende gern die Gusseiserne Pfanne, weil sowohl Fleisch als auch das Gemüse innerhalb kürzester Zeit ein schönes Röstaroma erhalten. Die Petersilie wirklich nur kurz vor dem Servieren unterheben, um das frische Aroma duftend zu Tisch zu tragen. Dazu passt frisch gebackene Pide. Lasst den Kebab Euch schmecken. Guten Appetit! Afiyet olsun!

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